Aus dem Polizeibericht: »Bad Endbach. Zwei Kinder im Alter von 11 bzw. 12 Jahren trafen mit den Kunststoffprojektilen ihrer Softairwaffen Menschen und Autos. Ein Mitschüler erlitt leichte Verletzungen, eine Autofahrerin erschrak. Ein Schaden an dem Auto entstand nicht. Die im Hinterland wohnenden Jungs sind die Waffen, die sie auf einem Flohmarkt erworben haben wollen, jetzt wieder los.
Die Vorfälle spielten sich am Freitag, 24. Februar in Bad Endbach ab. Die Kinder probierten ihre Softairpistolen zunächst an der Schule aus. Ein Kunststoffkügelchen traf dabei einen Mitschüler und verursachte Schmerz und Prellungen. Später schossen sie in der Landstraße auf vorbeifahrende Autos. Eine Autofahrerin hatte sich durch das Geräusch des treffenden Geschosses so erschrocken, dass sie zunächst mal anhalten und das Geschehen verarbeiten musste. Glücklicherweise kam es durch den Schrecken nicht zu einem unkontrollierten Fahrmanöver. Die Frau kannte die Schützen! Das Verhalten der Jungs stellte einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, eine Körperverletzung dar. Zudem liegt ein Verstoß gegen das Waffengesetz vor, denn zum Kauf der von der Polizei eingezogenen Softairwaffe musste man mindestens 18 Jahre alt sein. Die andere Softairwaffe hatten die Großeltern eines Jungen bereits eingezogen und vernichtet. Die Polizei informierte die Staatsanwaltschaft und das Jugendamt von den Vorfällen.«